Fahrzeugexport - wann lohnt er sich?

Export eines Pkws

Ihr Wagen ist bereits 15 Jahre alt und hat aufgrund mangelnder Sicherheitseinrichtungen die Hauptuntersuchung beim TÜV nicht bestanden? Möchten Sie keine großen Summen in die Reparatur und Instandhaltung Ihres Autos stecken, können Sie mit einem Export sogar noch einen letzten Gewinn machen. Wir informieren Sie darüber, wann ein Export lohnenswert ist und ob Ihr Fahrzeug für den osteuropäischen Markt geeignet ist. 

Wann macht ein Export Sinn?

Bei Ihrem Fahrzeug fallen nach und nach immer mehr Reparaturen an und die Instandhaltungskosten übersteigen den Restwert des Pkws? Dann ist die Neuanschaffung eines Autos auf lange Sicht kostensparender, als die Instandsetzung des Gebrauchten. Doch was tun mit dem Altwagen? Viele Autobesitzer entscheiden sich an diesem Punkt, den Pkw ausschlachten zu lassen. Mit einzelnen funktionsfähigen Teilen kann ein wenig Geld verdient werden. Der Gedanke an einen Autoexport kommt den meisten Privatpersonen jedoch nicht. Dabei wissen viele nicht, dass der Restwerts eines Fahrzeuges je nach Region stark variieren kann. In einigen osteuropäischen Ländern gilt selbst ein schrottreifer Mercedes noch als Statussymbol. Neben zu hohen Reparaturkosten kann auch schlicht die Lust auf einen Neuwagen für einen Export sprechen. Nach einigen Jahren wirkt das eigene Auto meist unmodern und rückständig. Die Form und Farbe des Wagens sind dann meist nicht mehr zeitgemäß. Die Inneneinrichtung, sowie wichtige Sicherheitssysteme, sind bei einem Altwagen in der Regel nicht auf dem neusten Stand. Für einen Gebrauchtwagen mit geringem Restwert finden Sie mit hoher Wahrscheinlichkeit einen Abnehmer in Osteuropa. Mittlerweile wird jedes fünfte Auto in Deutschland exportiert. 

Ein Export nach Osteuropa

Beliebte Regionen für einen Autoexport nach Osteuropa sind Polen, Bulgarien, Rumänien und die Slowakei. Nicht nur Schrottaus finden dort einen Abnehmer. Auch gepflegte, fahrtüchtige Autos der oberen Mittelklasse sind dort sehr beliebt. Da die Kfz-Steuer niedriger ist, als in Deutschland, sind viele Privatpersonen bereit für das Statussymbol Auto auch größere Beträge auszugeben. Besonders deutsche Gebrauchtwagen werden gerne gesehen, da diese für eine zuverlässige Technik und die Markenstärke deutscher Autos stehen. Stabile Fahrzeuge wie Modelle von Mercedes, Audi und BMW sind dort sehr gefragt. Jedoch finden auch stark demolierte Fahrzeuge mit geringem Restwert in der Regel einen neuen Besitzer in entfernten östlichen Regionen. Deutsche Gebrauchtfahrzeuge sind vor allem dann für den Export in osteuropäische Länder bestimmt, wenn diese hier keine Zulassung mehr bekommen. Mit unreparierten Schäden kann man auf Deutschlands Straßen nicht unbegrenzt fahren. Besitzt Ihr Wagen keine gültige TÜV-Plakette dürfen Sie diesen nach einer bestimmten Zeit nicht mehr fahren und auch ein Verkauf wird erschwert. Ohne gültige Plakette sind Käufer hierzulande weniger bereit viel Geld für einen Gebrauchtwagen auszugeben, da in der Regel nach dem Ankauf weitere Reparaturen anfallen. Des Weiteren müssen in Deutschland die Grenzwerte für Abgasnormen eingehalten werden. Stößt ein Fahrzeug zu hohe Mengen an klimaschädlichem Kohlenwasserstoff oder Feinstaub aus, erhält dieses keine Zulassung mehr. In solchen Fällen macht ein Export nach Osteuropa Sinn.